MINT Woche

Als Abkürzung für die Bereiche  «Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik» steht «MINT» seit geraumer Zeit im gesamten europäischen Raum für diverse Bemühungen, junge Menschen für diese Themen zu sensibilisieren und die Eine oder den Anderen für eine Ausbildung in diesen Bereichen zu gewinnen. 

Mit der Schaffung des neuen Unterrichtsgefässes der «MINT-Woche» bieten wir neu die Möglichkeit, für einige Tage losgelöst vom 45-Minuten-Unterricht in die Welt von Technik, Ingenieurwesen, Informatik und Naturwissenschaften einzutauchen. Klassenweise können die Viertklässler/-innen unter Leitung einer MINT Lehrerin, eines MINT Lehrers zum Beispiel die Klimageschichte am Morteratschgletscher erforschen oder fussballspielende Roboter bauen, Handys von innen kennen- und verstehen lernen, die biomechanischen Zusammenhänge von Anatomie und (sportlicher) Leistung erforschen oder Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnologie ausloten. Dass die «M» und «I» Bereiche in den Beispielen fehlen, ist Programm, denn dieses Jahr sind alle Mathematiker/-innen und Informatiker/-innen in der Studienwoche der 5. und 6. Klassen engagiert.

Wenn in einer Woche die Stundenpläne für ein paar Tage aufgelöst werden und die MINT Unterrichtsmodule starten, öffnen sich vielerorts Türen für unsere Schülerinnen und Schüler – in der JOWA-Bäckerei, der Kehrichtsverbrennung, dem Anatomischen Museum, einer Recyclingfirma, der Novartis (Basel), dem Atomkraftwerk Leibstadt oder der Segantinihütte (Pontresina), u.a.m. Ob auswärts oder an der KZU, dem Sammeln von unmittelbarer Erfahrungen und dem Durchführen praktischer Versuche wird grosses Gewicht beigemessen, z.B. beim Klonieren und gentechnischen Verändern von Bakterien, dem Bau und der Programmierung eigener Roboter, dem anatomischen Studium von Wirbeltieren, dem Bohren von Eiskernen oder der Dressur von Insekten.