Bildungsweg

Das 6-jährige Langgymnasium ist der direkteste Weg zur Matura und damit zur Hochschulreife. Als Alternative steht die Sekundarschule offen. Im Langgymnasium erfolgt die fächermässige Spezialisierung früh.

Die grosse Vielfalt des Fachunterrichts zielt auf den Erwerb von Wissen, Kenntnissen und Erkenntnissen. Berufsausbildung oder praktische Ausbildung stehen im Hintergrund.

Kurzportrait von Jennifer Bébié

Langymnasium, altsprachliches Profil
Abschlussjahr: 2008
weiterführende Schule/Studium/Beruf: Universität Zürich (Anglistik)

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Wenig schulreif, doch mit viel Neugier begann ich 2002 als Zwölfjährige mein sechsjähriges Gastspiel in Bülach mit der einzigen Absicht, Latein zu lernen.

Gelernt habe ich schlussendlich aber doch noch einiges mehr. Nicht alles war einfach, Jugendliche sind manchmal grausam, Prüfungen nicht immer zum Lachen. Trotzdem erinnere ich mich gerne an meine Zeit an der KZU zurück – an den ein oder anderen Mitschüler, an Highlights wie Projektwochen, das SoNaFe, die Sportnacht oder das Kantifest, vor allem aber auch an einzelne Lehrpersonen, welche zum selbständigen Denken und Erfahren anregten, für die Auswendiglernen nicht alles war und denen man das Interesse für ihre Fach, die jungen Leute vor ihnen und das Leben an sich immer wieder anmerkte.

Dies hat mich sehr beeindruckt und geprägt, weshalb ich momentan Englisch im Hauptfach an der Universität Zürich studiere und hoffe in einigen Jahren selber vor einer Klasse junger Menschen stehen zu können.

Ich hoffe, dass an der KZU auch weiterhin noch genug Platz für selbständiges Denken, Hinterfragen und erfahren sein wird.

Kurzportrait von Nadia D’Alessandro

Kurzgymnasium, neusprachliches Profil
Abschlussjahr: 2008
weiterführende Schule/Studium/Beruf: PHZH (Sekundarschullehrerin)

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Palma de Mallorca (Maturreise), 30.08.08, 12.40 Uhr, ich erhalte eine SMS: «Ganz herzliche Gratulation ALLEN Maturi und Maturae der Klasse 6f. Euer Klassenlehrer. Bitte bestätigen.»

Wir hatten es geschafft. Es war wie das glückliche Ende eines Films, der vier Jahre gedauert hatte und sowohl komödienartige als auch dramatische Momente enthielt.

Ich habe an der KZU von 2004 bis 2008 das neusprachliche Profil absolviert und erinnere mich gerne an die Kantizeit zurück, besonders an meine Klasse und an gewisse Lehrpersonen. Man munkelte, wir hätten die strengsten erwischt. Dem war auch so. Erst im Nachhinein merke ich aber, dass die hohen Erwartungen der Lehrer an uns Schüler uns gestärkt und wir durch sie das Lernen gelernt haben. Die Motivation und der Humor meines Englischlehrers, die Zielstrebigkeit meines Biologielehrers, die Kunst des Geschichtenerzählens meiner Italienischlehrerin –  sie und viele weitere haben mich durch das Gymi begleitet und mir durch ihre Motivation den Spass am Unterrichten vermittelt. 

In ein paar Jahren werde ich selber Lehrerin für die Sekundarstufe sein. Tipps und Tricks dieser Lehrerinnen und Lehrer werden mich somit in meinem zukünftigen Schulalltag stets begleiten.

Der KZU wünsche ich weiterhin viele motivierte Schülerinnen und Schüler und sowohl fachlich als auch menschlich kompetente Lehrpersonen.

Nadia D’Alessandro

Kurzportrait von Hung-Mao Hsu

Langymnasium, altsprachliches Profil
Abschlussjahr: 2001
weiterführende Schule/Studium/Beruf: Universität Zürich (Geografie)

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Noch heute, mehrere Jahre nach unserer Matura 2001, treffe ich einige meiner ehemaligen Klassenkameradinnen und – kameraden zu einem Kaffee oder einem Abendessen. 

Nebst unserem tollen Klassengeist mag ich mich v. a. an die Hauswirtschaftswoche in Weesen und andere Projektwochen erinnern. Wünschen würde ich mir heute, dass ich in diversen Fächern besser aufgepasst hätte. Bei Diskussionen mit Freunden merke ich, dass ich die Philosophie der Lateiner, die Leiden des Werther und weitere Messages nicht ganz mitbekommen habe. Ob das wohl an den Partys, Frauen oder einfach an der Pubertät lag?

Meine Lehrpersonen inspirierten mich bei meinem Werdegang als Lehrer. Schon früh war für mich klar, dass ich selbst Geografielehrer an einer Mittelschule werden möchte.

Heute unterrichte ich an der Kantonsschule Zürich Birch und verfolge nach wie vor mit einem Auge das Geschehen an der KZU.

Ich wünsche allen Personen rund um die KZU weitere spannende Jahre, Geschichten und Feste.

Kurzportrait von Katrin Keuzenkamp

Langgymnasium, altsprachliches Profil
Abschlussjahr: 2004
weiterführende Schule/Studium/Beruf: Universität Utrecht und Cambridge (interdisziplinäre Sozialwissenschaften)

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Ich habe von 1999 bis 2005 an der KZU das altsprachliche Profil mit Latein besucht. Die Zeit an der KZU habe ich in sehr guter Erinnerung und stehe auch heute noch in regelmässigem Kontakt mit meiner Klasse. Dies gibt uns oft den Anlass dazu, kopfschüttelnd an unsere damaligen Dummheiten zurückzudenken und den diesbezüglichen Humor unserer Lehrerinnen und Lehrer ausgiebig zu bewundern.

Nach der KZU habe ich in Utrecht und Cambridge interdisziplinäre Sozialwissenschaften studiert und 2010 mit einem Master abgeschlossen. Seitdem habe ich bei verschiedenen NGOs im In- und Ausland gearbeitet, beispielsweise in Genf, wo ich mich bei der UNO für die Menschenrechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender Menschen eingesetzt habe. Zurzeit lebe ich in Indien, wo ich bei einer feministischen Menschenrechtsorganisation als Beraterin arbeite.

Der KZU wünsche ich, dass sie auch weiterhin alle Schülerinnen und Schüler in ihrer ganzen Vielfalt und Diversität auf ihren Bildungs- und Lebenswegen unterstützt.

 

Kurzportrait von Roger Köppel

Kurzgymnasium, neusprachliches Profil
Abschlussjahr: 1984
Beruf: Verleger und Chefredaktor der Weltwoche

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Mit besten Erinnerungen denke ich an meine Zeit an der Kantonsschule Bülach zurück. Ich war zwischen 1980 und 1984 Schüler im neusprachlichen Gymnasium, was mich insofern erstaunte, als ich die Aufnahmeprüfungen seinerzeit mit dem sicheren Gefühl verlassen hatte, keinesfalls bestanden zu haben. Wir hatten sehr gute Lehrer. Und da ich kein begnadeter Rechner bin, ist meine Dankbarkeit vor allem gross für die Engelsgeduld meines Mathematiklehrers Martin Ruch, der sich meinen dauernden Anfängerfragen stets sorgfältig widmete. Die Schule strahlte immer Dynamik und Aufbruch aus. Viele unserer Pädagogen waren jung, als Rektor wachte Herr Prof. Peter Wolf mit der bewundernswerten Präzision und Gelassenheit eines Generalstabsoffiziers über das von ihm immer souverän kontrollierte Geschehen. Welche Lehren habe ich aus meiner Schulzeit gezogen? Ich war zu wenig kritisch gegenüber den Lehrern, und ich habe nicht alle hervorragenden Bildungsangebote optimal genutzt. Rückblickend möchte ich mich bei allen Exponenten des Lehrkörpers entschuldigen, die ich durch allenfalls unstatthaftes pubertäres Verhalten, wie es in meiner Altersgruppe damals sicher vorkam, nervte.

Heute bin ich Verleger und Chefredaktor der Weltwoche, und ich bemühe mich, kritischen Geist publizistisch zu vermitteln. Journalismus ist für mich die Fortsetzung des Lehrerberufs mit anderen Mitteln, stets der Aufklärung und dem Glauben an die Vernunft der Menschen verpflichtet ohne deshalb ihre Fähigkeit zu Unsinn und Unvernunft zu unterschätzen.

Ich wünsche der KZU, der ich so viel verdanke, von Herzen alles Gute für die Zukunft!

Mit freundlichen Grüssen

Roger Köppel, Jahrgang 1965.